Ein Schub für Eltern und Kinder – Das Erfolgsmodell Familienzentren

Ein Gespräch mit Gabriele Moesgen, Leiterin eines Familienzentrums in Krefeld.

von Regina Kopp-Herr, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion.
28. März 2022,

Es gibt Gespräche, die brauchen keine lange Anlaufzeit. Da beginnt gleich ein engagierter Austausch. Gerade, wenn die Beteiligten für ihre Sache brennen. So ist es auch im Gespräch zwischen Gabriele Moesgen, Leiterin des Katholischen Familienzentrums „Leben unterm Regenbogen“ im Krefelder Stadtteil Linn, und unserer stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Regina Kopp-Herr. Beide setzen sich für beste Angebote für unsere Kinder ein. Gabriele Moesgen in der täglichen Arbeit vor Ort. Und Regina Kopp-Herr im Landtag von Nordrhein-Westfalen.

„Familienzentren sind uns ein wichtiges Anliegen“, sagt Regina Kopp-Herr. „Deshalb haben wir in unserem bildungs- und familienpolitischen Leitantrag gefordert, diese von Kitas auf die Grundschulen auszuweiten.“ Zwei Kindertagesstätten aus Krefeld gehören zu Gabriele Moesgens Familienzentrum. Seit mehr als 30 Jahren ist sie im Bereich der Kinderbetreuung tätig. Der Start des Familienzentrums habe für die beiden Häuser, das Personal und die Familien einen enormen Schub gebracht, sagt Gabriele Moesgen und erklärt, was das Familienzentrum leistet. Es geht um unmittelbare und niederschwellige Angebote. Und darum, Ansprechpartner für die Familien im Stadtteil zu sein. „Die Beratung wird sehr unterschiedlich wahrgenommen“, sagt Gabriele Moesgen. Mal kommen Eltern und mal auch Großeltern, die sich noch in ihre Rolle einfinden müssen. Auch die moderne Vaterschaft ist für Gabriele Moesgen und ihr Team ein wichtiges Thema. Deshalb gibt es ebenso Angebote, die sich explizit an die Väter richten.

Regina Kopp-Herr weiß um die Bedeutung individueller Angebote: „Wir müssen quartiersbezogene Möglichkeiten schaffen.“ Schließlich sei jedes Viertel und jede Bildungseinrichtung anders. Gabriele Moesgen legt Wert auf die kulturelle Bildung. „Gerade nach den Einschränkungen der vergangenen zwei Jahre ist das ein wichtiger Impuls für Familien“, sagt sie. Deshalb holt sie mal die Musikschule und mal den afrikanischen Trommelkurs ins Haus. „Bei uns entscheiden dann die Kinder, ob sie mitmachen möchten“, erklärt Gabriele Moesgen und schiebt hinterher: „Nicht das Portemonnaie der Eltern entscheidet.“ „Die Beteiligung von Kindern ist sehr wichtig“, wirft Regina Kopp-Herr ein. Erziehung und Familienleben sind nicht immer konfliktfrei, deshalb sei gerade die an die Kita angeschlossene Beratung wichtig. Hier werden Eltern und Kinder am besten erreicht.“

Auch am Familienzentrum in Krefeld sind die vergangenen zwei Jahre mit den Belastungen der Pandemie nicht spurlos vorbei gegangen. „Sehr schwierig“, nennt Gabriele Moesgen diese Zeit mit all der Unsicherheit und den Einschränkungen. „Allerhöchste Achtung, vor dem was Sie und viele andere Einrichtungen leisten“, sagt Regina Kopp-Herr. So gerne Gabriele Moesgen sich um die Belange von Eltern und Kindern kümmert – so klar ist für sie: Einige Rahmenbedingungen sollten besser werden – im Sinne des Angebots

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