10. November 2021

Minister Laumann tut zu wenig gegen Fachkräftemangel in der Pflege – bessere Löhne und Arbeitsbedingungen sind nötig

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat in der heutigen „Landesberichterstattung Gesundheitsberufe“ den Fachkräftemangel in der Pflege in NRW dargestellt. Demnach steigt der Bedarf an Fachkräften weiter. Hierzu erklärt Josef Neumann, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Der Personalmangel ist eine Herausforderung in der Pflege. Minister Laumann hat es heute wieder verpasst, die nötigen Schritte gegen den Fachkräftemangel anzustoßen. Doch das Thema duldet keinen Aufschub. Wir müssen sofort Maßnahmen auf den Weg bringen, um ausreichend Personal für die Pflege zu gewinnen. Das ist Voraussetzung für eine stabile und gute Gesundheitsversorgung.

Der Applaus zu Beginn der Pandemie für Pflegerinnen und Pfleger war angebracht. Doch nun muss deutlich mehr kommen. Dazu haben wir einen Leitantrag für den sozialen Neustart im Gesundheits- und Pflegebereich vorgelegt. Wir fordern darin, dem Fachkräftemangel mit vielschichtigen Maßnahmen entgegenzuwirken.

Wir wollen attraktive Arbeitsbedingungen in Pflegeberufen schaffen. Dazu gehört eine Personalbemessung, die am tatsächlichen Bedarf orientiert ist. Ein langfristiges Ziel muss die 35-Stunden-Woche in der Pflege sein. Denn für uns steht fest: Die massive Arbeitsbelastung für die Beschäftigten ist unhaltbar. Ebenso fordern wir eine bessere Löhne in der Pflege, die der Leistung der Beschäftigen gerecht werden. Nur wenn wir an diesen Stellen ansetzen, können wir dem Fachkräftemangel effektiv begegnen. Von Minister Laumann haben wir dazu viel zu wenig gehört.

Das reicht nicht aus, denn auch bislang sind ihm keine entscheidenden Schritte gegen den Personalmangel gelungen. Die unter der Regierung von Hannelore Kraft im Jahr 2012 eingeführte Ausbildungsumlage war der entscheidende  Schritt die Zahl der Ausbildungsplätze in der Altenpflege fast zu verdoppeln. Das ist der Maßstab an dem Minister Laumann sich messen lassen muss.“

Josef Neumann

Sprecher für Gesundheit, Arbeit und Soziales und Sprecher in der Enquetekommission "Einsamkeit"
Telefon: +49 211 884 4561 Fax: +49 211 884 3640 E-Mail: josef.neumann@landtag.nrw.de

Andreas Hahn

Pressesprecher und
Leiter der Pressestelle
Telefon: +49 211 884 2808 Fax: +49 211 884 2042 E-Mail: andreas.hahn@landtag.nrw.de

Josef Neumann

Sprecher für Gesundheit, Arbeit und Soziales und Sprecher in der Enquetekommission "Einsamkeit"
Telefon: +49 211 884 4561 Fax: +49 211 884 3640 E-Mail: josef.neumann@landtag.nrw.de

Unser Newsletter

Weitere Pressemeldungen

Solidarität mit den Beschäftigten von Vallourec – wir müssen um jeden Arbeitsplatz in der Stahlindustrie kämpfen

Der Stahlkonzern Vallourec will seine Standorte in Düsseldorf und Mülheim…
Mehr erfahren >

Streiks an Unikliniken: Absichtserklärung der Landesregierung ist nicht mehr als eine Beruhigungspille

Heute haben sich Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen…
Mehr erfahren >

Statt Erzieherinnen und Erziehern den roten Teppich auszurollen, schickt Schwarz-Gelb sie zum Jobcenter

Mit einer Kleinen Anfrage (6512) hat die SPD-Fraktion wissen wollen,…
Mehr erfahren >

Diese Seite teilen

Teilen