Wissenschaft und Forschung

Bildung, Wissenschaft und Forschung sind der Kraftstoff für den Wirtschaftsmotor NRW. Wir sind davon überzeugt, dass ökonomische und technologische Innovationen zu gesellschaftlichem Fortschritt führen. Nicht alles, was machbar ist, ist auch wünschenswert. Aber vieles, was wünschenswert ist, werden wir nur durch die gegenseitige Bereicherung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft verwirklichen können.

Nordrhein-Westfalen verfügt über eine vielfältige Hochschullandschaft: Ein Netzwerk von 70 Hochschulen mit mehr als 100 dort angesiedelten Forschungsinstituten, 13 Fraunhofer-Instituten, 3 Fraunhofer-Anwendungszentren, 12 Max-Planck-Instituten, 11 Instituten der "Leibniz-Gemeinschaft", 3 Helmholtz-Zentren, einem Helmholtz-Institut, dem center of advanced european studies and research (caesar), 15 Johannes Rau-Forschungsinstituten, mehr als 60 Technologie- und Gründerzentren und 30 Technologietransferstellen und 50 Sonderforschungsbereichen der Deutschen Forschungsgemeinschaft an Universitäten bieten ein exzellentes Feld für Forschung und Entwicklung. Hier gibt es auch 14 öffentlich-rechtliche Universitäten, 16 öffentlich-rechtliche Fachhochschulen, 7 staatliche Kunst- und Musikhochschulen, 30 anerkannte private und kirchliche Hochschulen mit Hauptsitz in NRW sowie 5 Verwaltungshochschulen, die nicht der Ministeriumsaufsicht unterliegen.

Immer mehr Menschen mit Hochschulreife oder einer beruflichen Qualifikation entscheiden sich für ein Studium in NRW. Hier sind im Wintersemester 2016/2017 rund 755.000 Studierende in den verschiedenen Fachrichtungen eingeschrieben. Damit wird in NRW mehr als ein Viertel des akademischen Nachwuchses ausgebildet. Ungefähr so viel wie in Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Köln ist zudem die zweitgrößte Präsenz-Universität Deutschlands.

Besonders bei den Studienanfängern in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik, Technik) zeigt unser Engagement zusammen mit der Landesregierung und der Wirtschaft Erfolge. Seit 2010 hat sich die Zahl enorm gesteigert. Und auch bei den MINT-Absolventen ist NRW Spitzenreiter im Bundesvergleich. Die Zahl der Studierenden ist gegenüber 2010 um circa 42 Prozent gestiegen – von 194.000 im Wintersemester 2010/11 auf 276.000 im Wintersemester 2014/15. Die Zahl der MINT-Absolventinnen und -Absolventen ist von 26.000 im Wintersemester 2010/11 auf 35.000 im Wintersemester 2014/15 angewachsen – das ist ein Anstieg von 34 Prozent.

Ein Überblick über die Hochschullandschaft in NRW.

Überall im Land sind in den vergangenen Jahren sogenannte regionale zdi-Netzwerke und zdi-Schülerlabore entstanden. Dort können Kinder und Jugendliche experimentieren und gemeinsam mit Wissenschaftlern forschen. Mittlerweile erreicht die Initiative jährlich mehr als 300.000 junge Menschen und stellt ihnen die Chancen und Perspektiven eines naturwissenschaftlich-technischen Studiums vor. In den inzwischen 43 gegründeten regionalen zdi-Netzwerken und 27 zdi-Schülerlaboren an Hochschulen in ganz NRW können junge Menschen ihre Talente in Naturwissenschaften und Technik entdecken. Hier ein Überblick über die Standorte.

Kreativlabor für junge Forscherinnen und Forscher

Deutlicher Zuwachs der MINT-Studierenden seit 2010 in NRW

Mit der Initiative "Zukunft durch Innovation.NRW" (zdi) werben Wirtschaft, Wissenschaft, Schule, Politik und gesellschaftliche Gruppen um Nachwuchs im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Aus dieser Gemeinschaftsoffensive sind in NRW 44 zdi-Netzwerke und 50 zdi-Schülerlabore entstanden. Die zdi-Schülerlabore sind außerschulische Lernorte, die Schülerinnen und Schülern eine experimentelle Lernumgebung bieten. Mit insgesamt 50 Laboren hat sich NRW innerhalb kürzester Zeit an die Spitze der "Schülerlaborlandschaft" in Deutschland gesetzt. Ziel eines zdi-Netzwerks ist es, junge Menschen für ein MINT-Studium oder eine MINT-Ausbildung zu interessieren. So tragen wir gemeinsam mit Wirtschaft, Schule und Wissenschaft zur Sicherung des MINT-Nachwuchses in den Regionen bei.

Forschen und fördern

Fortschritt erreicht nur derjenige, der bei der Forschung den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Im Mittelpunkt der Strategie stehen jetzt die großen gesellschaftlichen Herausforderungen: die demografische Entwicklung und der Klimawandel.

Diese Herausforderungen nehmen wir an. So wird in Jülich mit Unterstützung des Landes auf dem Feld der Energieforschung das weltweit größte solarthermische Forschungs- und Versuchskraftwerk zum weltweit führenden Systemkompetenzträger für konzentrierte Solarsysteme ausgebaut.

Insgesamt wird an 30 Hochschulen zum Thema Energie geforscht. Jeder vierte Euro in Deutschland für Forschung wird in NRW ausgegeben - das ist bundesweit spitze.

Jahr für Jahr werden in NRW rund 7.000 Patente angemeldet - oft sind dies die Erfindungen, die die Keimzelle neuen Wachstums sind und Arbeitsplätze schaffen.

Auch darüber hinaus tut sich etwas im Land: In der Werkstoffforschung sind wir ganz vorne. Das Land fördert die Forschung zur Einsatzmöglichkeit von Aerogelen, einem superisolierenden Material. Im Ruhrgebiet etablierte sich ein Schwerpunkt der Kinder- und Jugendmedizin. Hier wird Kindern und Jugendlichen mit ADHS, Allergien oder Adipositas geholfen. In der Region Köln/Bonn gibt es herausragende Kompetenzen zur Altersforschung wie etwa die Max-Planck-Institute für Biologie des Alters und für neurologische Forschung. Das Land gibt 85 Millionen Euro für den Bau des Deutschen Zentrums für neurodegenerative Erkrankungen in Bonn. Im international renommierten Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, das vom Land mit circa vier Millionen Euro weit stärker als zuvor gefördert wird, wird die Kompetenz der Forschung und die Gestaltung von Übergängen zu einer nachhaltigen Entwicklung ausgebaut.

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