Kinder

Kein Kind zurücklassen

Wir wollen jedem Kind alle Chancen geben. Das ist eine Herkulesaufgabe. Denn bislang entscheiden allzu oft nicht Talent und Potenzial über die Zukunft der Kinder, sondern Einkommen oder Herkunft der Eltern. Damit finden wir uns nicht ab! Mit jedem Kind, das mitgenommen wird, gewinnt unsere Gesellschaft einen Facharbeiter, eine Ingenieurin oder einen Unternehmermehr. Wichtiger noch: Ein weiterer Mensch bekommt die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben. Dafür stellen wir die richtigen Weichen in NRW.

Wir wollen kein Kind zurücklassen. Jedes Kind hat einen Anspruch auf eine eigene selbstbestimmte Zukunft. Wir können uns die Vergeudung von Talenten und Begabungen nicht mehr leisten.

Ob es die soziale Ungleichheit ist oder die hohe Zahl der Langzeitarbeitslosen - viele Probleme in NRW sind die Spätfolgen eines gesellschaftlichen Missstandes: Bildungsarmut. Sie raubt zu vielen Menschen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben, sie bremst die Entwicklung unserer Wirtschaft. Und sie ist zudem noch extrem teuer, die Reparaturkosten sind immens. Das haben wir erkannt und das werden wir ändern.

Wir wollen, dass jedem Kind in NRW alle Wege offen stehen. Jedes Mädchen, jeder Junge soll den Weg einschlagen können, der seinem Können und seinem Fleiß entspricht. Der Weg darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Seit unserem Regierungsantritt im Jahr 2010 beseitigen wir Ungerechtigkeiten im Bildungssystem.

Wir setzen uns für eine vorbeugende Familien-, Sozial- und Bildungspolitik von der Kindertagesstätte bis zur Hochschule ein. Denn wir wissen: Vorbeugung lohnt sich und hilft spätere Reparaturleistungen zu vermeiden. Deshalb haben wir den Ausbau des längeren gemeinsamen Lernens im Schulkonsens verankert. Wir setzen das Motto "Kein Kind zurücklassen" in konkrete Politik um: Wir haben die Gebühren für das Studium und das letzte Kindergartenjahr abgeschafft, wir haben die Sekundarschule eingeführt und haben dieses Modellprojekt aus der Taufe gehoben.

Doch unser Anspruch geht noch weiter: Wir wollen nicht nur mehr Bildungsgerechtigkeit. Wir wollen die beste Bildung - und zwar für alle Kinder. Davon profitieren auch ihre Eltern. Was nutzen erste Erfolge im Beruf, wenn sie für eine Familiengründung wieder aufgegeben werden müssen. Aus diesem Grund knüpfen wir ein Netz aus Bildungs- und Betreuungsangeboten, das jungen Eltern mehr Sicherheit in der modernen Arbeitswelt gibt. Wir leisten unseren Beitrag dazu, dass die Sorge um die bestmögliche Bildung für ihre Kinder und der Zeitdruck geringer ausfallen und die Kosten nicht überhand nehmen.

Wir sind noch nicht am Ziel, aber die ersten Erfolge sind sichtbar: Immer mehr Kinder erhalten immer bessere Bildungschancen.

Abschluss des Modellvorhabens "Kein Kind zurücklassen"

Zusammen mit der Landesregierung verfolgen wir eine Politik der Vorbeugung. Beispielhaft dafür war das Modellvorhaben "Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor". Seit Juni 2016 liegt der Abschlussbericht vor. Die Auswertung der am Programm beteiligten 15 Städte und drei Kreise belegt: Vorbeugen funktioniert, wirkt und lohnt sich. Die Umsetzung der Ziele und Maßnahmen ist in den beteiligten Kommunen zu mehr als 80 Prozent ganz oder teilweise gelungen. Wer dagegen darauf verzichtet, aktiv vorzubeugen, verschärft soziale Ausgrenzungen und belastet die öffentlichen Haushalte am Ende zusätzlich. Alle teilnehmenden Kommunen wollen ihr Engagement in Zukunft fortsetzen. Weitere Kommunen in NRW wollen Teil des Programmes werden.

Wir sind mit unserer Initiative sogar Vorbild für andere Länder – so soll "KeKiz" zum Beispiel im österreichischen Bundesland Vorarlberg erprobt werden.

Das Modellvorhaben "Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor" wurde von Mitte 2012 bis Ende 2015 in Kooperation der Landesregierung und der Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit 18 Modellkommunen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Zeigen, was wirkt - das war das Ziel der wissenschaftlichen Begleitforschung. Insgesamt sechs Forschungsorganisationen haben dazu im Auftrag und in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung die Bedingungen für ein Gelingen von kommunaler Prävention untersucht. Insgesamt sind 25 Fachberichte entstanden. Mit dem Ende der Modellphase wurde nun der Abschlussbericht der Forscherinnen und Forscher vorgelegt.

Wir haben mit dem Modellprojekt in Nordrhein-Westfalen die Weichen für eine bessere Bildungs- und Vorbeugungsarbeit gestellt. Im Mittelpunkt stand der Auf- und Ausbau von kommunalen Präventionsketten – von der Geburt bis zum Eintritt in das Berufsleben.

Dazu gehören unter anderem

  • präventive Leistungen im Bereich der Frühen Hilfen,
  • Unterstützungen im Übergang Schule und Beruf,
  • Beratungsleistungen für Familien oder auch die
  • Kooperation so unterschiedlicher Bereiche wie Schule, Gesundheitswesen, Kultur, Freizeit, Sport und eben auch Familie.

Wir dürfen uns nicht erst dann um Kinder und Jugendliche kümmern, wenn sie in eine Notlage geraten sind, sondern müssen so früh wie möglich dafür sorgen, dass sie erst gar nicht in Not geraten. Es muss deshalb vor allem um jene Kinder gehen, die - aus welchem Grund auch immer - von Geburt an schlechte Startbedingungen hatten.

Geschehen soll dies durch eine bessere Vernetzung und Koordination vor Ort, wobei wichtige Übergänge in der Kindheits- und Jugendphase in den Blick genommen werden. Dies kann der Wechsel von der Kindertagesstätte in die Schule sein, aber auch die Kooperation so unterschiedlicher Bereiche wie Schule, Gesundheitswesen, Kultur, Freizeit, Sport und eben auch Familie. Kinder dürfen in keiner Phase ihres Lebens zu Außenseitern und Einzelkämpfern werden, deren Lebenswege im schlimmsten Fall in Sozialhilfekarrieren und Kriminalitätsbiografien münden.

Weitere Informationen zum Thema "Kein Kind zurücklassen!"

Pressekonferenz zum Abschluss von "Kein Kind zurücklassen"

Zeige mehr ... Zeige weniger ...

Aktuelles & Materialien

12. Oktober 2017 Pressemeldungen

Dennis Maelzer: „Erforderlicher Kita-Ausbau in NRW ...

Erst kürzlich hatte das Deutsche Jugendinstitut einen steigenden Bedarf an Kita-Plätzen für NRW prognostiziert. Auch die NRW-Landesregierung geht von steigenden Betreuungsbedarfen ...

Mehr ...
28. September 2017 Pressemeldungen

Dennis Maelzer: „Kita-Rettungsprogramm entpuppt sich als ...

Zum so genannten „Kita-Rettungsprogramm“ der schwarz-gelben Landesregierung erklärt Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Auch wenn 500 ...

Mehr ...
18. September 2017 Pressemeldungen

Dennis Maelzer: „CDU und FDP müssen Zuschauerrollen beim ...

Zu den jüngst veröffentlichten Zahlen des Deutschen Jugendinstituts (DJI), wonach der Bedarf an Plätzen in der frühkindlichen Bildung auch in Nordrhein-Westfalen deutlich höher ...

Mehr ...
28. August 2017 Pressemeldungen

Jochen Ott: „Martin Schulz setzt die richtigen Impulse ...

Zu den heute veröffentlichten sozialdemokratischen Eckpunkten für bessere Schulen meint Jochen Ott, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Martin Schulz hat ...

Mehr ...
6. September 2016 Termine, öffentliche Veranstaltungen, Landtagstalk
17:00 Uhr

Landtagstalk: Familienland NRW

Am 6. September findet ein Landtagstalk zum Thema frühkindliche Bildung und Betreuung im Landtag NRW statt.

Mehr ...
28. Februar 2017 Kompakt-Info

Kompakt-Info Beste Bildung für NRW

Wir wollen, dass Bildungschancen für alle Menschen in Nordrhein-Westfalen gleich verteilt sind – und zwar von Anfang an. Kein Kind zurücklassen ist die Leitlinie unserer Politik; ...

Mehr ...
29. Juni 2016 Kompakt-Info

Kompakt-Info zur frühkindlichen Bildung

Für uns ist Bildung von Anfang an der Schlüssel zu einem guten und chancengleichen Leben. Unser Ziel ist es, die Bildungschancen für alle Kinder zu verbessern. Nun wollen wir ...

Mehr ...
11. Juli 2017 Plenum

Unausgereift: Unsere Kita-Träger brauchen ein ...

Mit einem unausgegorenen Antrag und einem unausgereiften Rettungsprogram doktern CDU und FDP an den Symptomen der strukturellen Unterfinanzierung der frühkindlichen Bildung herum, ...

Mehr ...
9. März 2016 Aktuelles

Im Dialog mit den Praktiker/innen der frühkindlichen ...

Die SPD-Landtags- und Bundestagsfraktion wagten im Rahmen ihrer Kooperationsveranstaltung „Bund und Land in Kinderhand: Frühkindliche Bildung und Prävention im Jahr 2030“ einen ...

Mehr ...
23. März 2015 Aktuelles
14:32 Uhr

Jugendliche überprüfen Wahlversprechen - Facebook-Aktion ...

Landtagsabgeordnete stellen sich auf Facebook den Fragen von Jugendlichen/facebook-Wochen vom 23. Februar bis 29. März

Mehr ...
12. Oktober 2017 Pressemeldungen

Dennis Maelzer: „Erforderlicher Kita-Ausbau in NRW ...

Erst kürzlich hatte das Deutsche Jugendinstitut einen steigenden Bedarf an Kita-Plätzen für NRW prognostiziert. Auch die NRW-Landesregierung geht von steigenden Betreuungsbedarfen ...

Mehr ...
28. September 2017 Pressemeldungen

Dennis Maelzer: „Kita-Rettungsprogramm entpuppt sich als ...

Zum so genannten „Kita-Rettungsprogramm“ der schwarz-gelben Landesregierung erklärt Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Auch wenn 500 ...

Mehr ...
18. September 2017 Pressemeldungen

Dennis Maelzer: „CDU und FDP müssen Zuschauerrollen beim ...

Zu den jüngst veröffentlichten Zahlen des Deutschen Jugendinstituts (DJI), wonach der Bedarf an Plätzen in der frühkindlichen Bildung auch in Nordrhein-Westfalen deutlich höher ...

Mehr ...
28. August 2017 Pressemeldungen

Jochen Ott: „Martin Schulz setzt die richtigen Impulse ...

Zu den heute veröffentlichten sozialdemokratischen Eckpunkten für bessere Schulen meint Jochen Ott, schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Martin Schulz hat ...

Mehr ...
24. November 2016 Dokumente

Haushaltspolitische Schwerpunkte der Fraktionen von SPD ...

Hintergrundinformationen zum Pressestatement von Norbert Römer und
Mehrdad Mostofizadeh zur dritten Lesung für den Haushalt 2017

Mehr ...
16. September 2016 Videos
12:18 Uhr

Aufzeichnung: Landtagstalk "Familienland NRW" 6.9.2016

Aufzeichnung des Landtagstalk "Familienland" vom 6. September 2016 im Landtag NRW.

Mehr ...
31. März 2014 Publikationen

Frühe Bildung - Kinderbildungsgetzes (KiBiz)

Bereits zum zweiten Mal steht eine grundlegende Korrektur des Kinderbildungsgesetzes in Nordrhein-Westfalen an. Nachdem es bei der ersten Revision 2011 unter anderem um einen ...

Mehr ...