Glossar Flüchtlinge

Zurückschiebung

Bei der Zurückschiebung handelt es sich um eine aufenthaltsbeendende Maßnahme gegen einen Ausländer, der bereits unerlaubt eingereist ist (vergleiche § 57 Aufenthaltsgesetz). Wie die Abschiebung ist auch die Zurückschiebung eine Maßnahme der Verwaltungsvollstreckung; im Verhältnis zur Abschiebung ist die Zurückschiebung jedoch die verfahrensverkürzte, speziellere Maßnahme.

Eine Zurückschiebung ist grundsätzlich nur dann möglich, wenn der Ausländer in Verbindung mit der unerlaubten Einreise über eine Schengen-Außengrenze aufgegriffen oder von einem anderen Mitgliedstaat aufgrund einer bilateralen Vereinbarung wieder aufgenommen wird. Andernfalls kommt nur eine Abschiebung in Betracht. Auch der Akt der Zurückschiebung löst eine Einreisesperre nach § 11 Absatz 1 AufenthG aus.