Glossar Flüchtlinge

Sichere Herkunftsstaaten

Herkunftsstaaten sind die Staaten, aus denen die Asylbewerber stammen. Sichere Herkunftsstaaten (nach § 29a Asylverfahrensgesetz) sind Staaten, bei denen aufgrund der allgemeinen politischen Verhältnisse die gesetzliche Vermutung besteht, dass dort weder politische Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Bestrafung oder Behandlung stattfindet. Diese Vermutung besteht, solange ein Ausländer aus einem solchen Staat nicht glaubhaft Tatsachen vorträgt, die die Annahme begründen, dass er entgegen dieser Vermutung doch politisch verfolgt wird. "Sichere Herkunftsstaaten" sind die Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Bosnien und Herzegowina, Ghana, Mazedonien, Senegal und Serbien.

Stammt der Asylbewerber aus einem dieser Länder, so ist sein Asylantrag in der Regel als offensichtlich unbegründet abzulehnen. Der Grundgedanke der Regelung zu sicheren Herkunftsstaaten besteht darin, dass bei einem Ausländer, der aufgrund der allgemeinen Verhältnisse nicht mit Verfolgung in seinem Herkunftsstaat rechnen muss, eine möglichst rasche Entscheidung über den Asylantrag getroffen werden soll und alle sonstigen Möglichkeiten genutzt werden sollen, um den Aufenthalt in Deutschland möglichst rasch wieder zu beenden. Damit soll die Zahl der aus asylfremden, insbesondere aus wirtschaftlichen Gründen gestellten Asylanträge reduziert werden.

Weitere Informationen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).