Arbeitsmigration

"Arbeitsmigration" bezeichnet die Aus- und Einwanderung von Menschen, um in einem anderen als ihrem Herkunftsland eine Erwerbtätigkeit aufzunehmen. Synonym wird auch von "arbeitsmarktbezogener Zuwanderung" gesprochen.

Die Arbeitsmigration wird mit dem Aufenthaltsgesetz und der Verordnung über die Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern (BeschV) geregelt. Im Aufenthaltsgesetz ist der Grundsatz festgelegt, dass die Zulassung ausländischer Beschäftigter und Selbständiger sich an den Erfordernissen des Wirtschaftsstandortes Deutschland orientiert. Hierbei müssen die Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt und das Erfordernis, die Arbeitslosigkeit wirksam zu bekämpfen, berücksichtigt werden.

Der europäische Binnenmarkt mit seinen vier Freiheiten für Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital ermöglicht die uneingeschränkte Arbeitsmigration von EU-Bürgerinnen und -Bürgern in den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft (Ausnahmen gelten für die neueren Mitgliedstaaten Mittel- und Osteuropas).

Für Angehörige von Drittstaaten ist die Aufnahme einer Beschäftigung in der EU jedoch nicht ohne weiteres möglich. Ihren Zugang zu nationalen Arbeitsmärkten regeln derzeit die Mitgliedstaaten. Die EU besitzt in diesem Bereich bisher kaum Regelungsbefugnisse.