Fan-Gewalt

Immer wieder gibt es Ausschreitungen während oder nach Fußballspielen in NRW. Doch die meisten Fußballfans wollen ihre Spiele genießen und sind keineswegs Gewalttäter. Die szenekundigen Polizisten schätzen, dass etwa 4.000 Anhänger der NRW-Vereine der ersten vier Ligen gewaltbereit oder sogar gewalttätig sind. Als erstes Bundesland setzen wir in NRW jetzt ein bundesweites Programm gegen gewalttätige Fußballfans um. Es sieht vor, "Intensivtäter Gewalt und Sport" zentral zu erfassen.

  • Rollender Fußball. (Foto: dpa/picture alliance)

Wir begrüßen diesen Vorstoß ausdrücklich. Damit wird der Fokus auf die Richtigen gelenkt. Somit steht auch nicht mehr der weit überwiegende Teil der friedlichen Fans unter Generalverdacht.

Durch die neue Zusammenarbeit in Bund und Ländern sollen sowohl die Ermittlung als auch die Bestrafung schneller gehen. Durch eine Verbesserung der Koordination von Polizei und Justiz können die Behörden schneller reagieren und Straftäter konsequent und umfänglich für ihre Taten zur Rechenschaft ziehen. Das wird möglich, weil alle Ermittlungen gegen Intensivtäter, egal, ob sie ihre Gewalttaten in München, Köln, Dortmund oder Berlin begehen, bei der Polizei werden sie zentral an einer Stelle geführt. Sogenannte Drittort-Auseinandersetzungen, die der Polizei eine Strafverfolgung bislang erschwerten, soll es künftig nicht mehr geben, wenn gefährliche Fans von der Polizei identifiziert werden.

Nordrhein-Westfalen stellt in Borussia Dortmund, Schalke 04, Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, dem 1. FC Köln und dem SC Paderborn aktuell sechs Vereine und damit ein Drittel aller Klubs der Bundesliga und ist Vorreiter bei dem neuen täterorientierten Konzept. Gegenwärtig sehen die Sicherheitsbehörden in NRW ein Gewaltpotenzial von insgesamt 4.753 Störern in der Fan-Szene, davon werden 1.408 Personen zum harten Kern gerechnet. Landesweit geht man von etwa 150 Intensivtätern aus, die in der Vergangenheit bereits mehrere Körperverletzungs- oder Raubdelikte im Umfeld von Fußballspielen begangen haben.

Mehr Sicherheit in Fußballstadien

Fast zwei Millionen Einsatzstunden investierten Polizeibehörden in der Saison 2013/14 bundesweit in die Sicherheit von Fußballspielen der Vereine der 1. und 2. Liga. Dieser Trend darf so nicht weitergehen. Knapp 1.500 Polizistinnen und Polizisten haben so ein ganzes Jahr lang keine andere Aufgabe, als ausschließlich Fußballspiele zu begleiten. Deshalb hat NRW zur neuen Saison ein Pilotprojekt bei Fußballspielen gestartet, das neue Akzente bei der Planung von Einsätzen umsetzt.

Wir wollen zudem die Kommunikation zwischen den Akteuren des Fußballs und denjenigen, die sich um die Sicherheit außerhalb der Stadien bemühen, verbessern.

In mehreren kleinen Runden und Veranstaltung haben wir Fans, Vereine, Polizei und Politik an einen Tisch geholt, um gemeinsam Möglichkeiten für ein besseres Klima auszuloten.

Das bundesweit gültige "Nationale Konzept für Sport und Sicherheit" ist die Basis für die gemeinsame Sicherheitsarbeit von Polizei, Kommunen, Vereinen und Verbänden, Fanprojekten, Verkehrsunternehmen und weiteren Netzwerkpartnern.

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