Energie

Auf dem Weg zur Energiewende

In NRW werden etwa 28 Prozent des in Deutschland benötigten Stroms erzeugt. Nordrhein-Westfalen hat eine besondere Verantwortung für das Gelingen der Energiewende. Wir wollen, dass das Energie- und Industrieland NRW mit zahlreichen energieintensiven Unternehmen als größter Kraftwerksstandort und Stromlieferant sowie als Innovationsschmiede für Produkte und Prozesse gestärkt wird. Der Klimaschutz wird so zum Fortschrittsmotor für NRW.

  • Windräder in der untergehenden Abendsonne. (Foto: dpa/picture alliance)

Effizienzsteigerungen, Ressourceneinsparungen und der Wechsel zu erneuerbaren Energien erfordern neue Technologien und Speichermedien. Die damit verbundenen Innovationen schaffen neue Arbeitsplätze in Industrie, Handwerk und Dienstleistungsberufen sowie in der Land- und Forstwirtschaft. Als Brücke ins Zeitalter der erneuerbaren Energien setzen wir auf moderne Kohle- und Gaskraftwerke mit hocheffizientem Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung.

Deshalb setzen wir uns für eine umweltgerechte, sichere und bezahlbare Energieversorgung ein.

Neue Energien

NRW ist das Pionierland einer modernen Energiepolitik. Wir senken die CO2-Emissionen und sorgen gleichzeitig für eine sichere und bezahlbare Stromversorgung. Auf Bundesebene haben wir die Begrenzung der Erneuerbaren-Energie-Umlage (EEG) durchgesetzt und die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie zu schützen gewusst. Im Gegenzug sind wir das erste Bundesland, das ein eigenes Klimaschutzgesetz mit ehrgeizigen Zielen umsetzt.

Mehr noch: Wir nutzen die Energiewende für eine Innovationsoffensive. NRW ist eine führende Region in der Energieforschung. Wir fördern Energieeffizienz in der mittelständischen Wirtschaft und werden zum Exportland für Hochtechnologie in den Bereichen Energie- und Ressourcennutzung.

Wir konnten den Anteil erneuerbarer Energien an der Brutto-Stromerzeugung gegenüber 2010 deutlich steigern. Windräder, Solar- und Geothermie, Bioenergie sowie Photovoltaikanlagen machen heute etwa elf Prozent des in NRW erzeugten Stroms aus. Allein am Beispiel der Windenergie zeigt sich der Erfolg: Wir setzen dabei auch auf den Austausch von alten gegen modernere, effizientere Windenergieanlagen (Repowering). Im Rahmen der Initiative "Windenergie und Repowering in NRW" haben wir den Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung sukzessive erhöhen können. Bis zum Jahr 2020 wollen wir den Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung auf 15 Prozent anheben.

Partner der Stadtwerke

Für die wohnortnahe und verlässliche Versorgung der Menschen ist die wirtschaftliche Betätigung von Kommunen und Stadtwerken unerlässlich, sie sind wichtige Wirtschaftsfaktoren in ihrer Region. Und sie sind unverzichtbar bei der Ausgestaltung der Energiewende. Deshalb haben wir die Stadtwerke und mit ihnen die anderen kommunalen Unternehmen von ihren Fesseln befreit und setzen uns weiter für faire Marktstrukturen in der Energiewirtschaft und einen funktionierenden Wettbewerb im Energiemarkt ein.

Kraft-Wärme-Koppelung

Um den CO2-Ausstoß bis 2020 auch in NRW um mindestens 25 Prozent zu senken, ist der Ausbau der erneuerbaren Energien notwendig. Für einen Erfolg der Energiewende ist jedoch nicht nur eine neue Struktur der Stromerzeugung notwendig, sondern auch eine bessere Energieeffizienz. Ein Beitrag dazu leistet die Nutzung der bei der Stromerzeugung in konventionellen Kraftwerken anfallenden Wärme durch Kraft-Wärme-Kopplung. Die Landesregierung hat ehrgeizige Ziele für den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Nordrhein-Westfalen. Bis 2020 soll der Anteil des Stroms aus KWK-Anlagen in NRW auf mehr als 25 Prozent erhöht werden. Das haben SPD und Grüne 2012 im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Deshalb wurde das KWK-Impulsprogramm NRW aufgelegt. Dieses ist mit rund 250 Millionen Euro ausgestattet. Es bündelt Beratungsinstrumente, Förderungs- und Finanzierungsmöglichkeiten. Damit schafft die Landesregierung verlässliche Rahmenbedingungen, insbesondere bei den Förderstrukturen. 25 Millionen Euro gehen direkt an kommunale KWK-Projekte über den Wettbewerb KWK-Modellkommune. So unterstützt die Landesregierung die Städte und Gemeinden beim Auf- und Ausbau ihrer KWK-Anteile an der Stromerzeugung.

Basis für die Wirtschaftlichkeit von KWK-Anlagen und für den KWK-Ausbau ist das Kraft-Wärme-Koppelungs-Gesetz (KWK-G) des Bundes aus dem Jahr 2009 und seit Januar 2016 steht die Novelle. Das KWKG 2016 sieht den Ausstieg aus Kohle-KWK, Bestandsschutz von Erdgas-KWK, Direktvermarktungs-Gebot und die Anhebung der KWK-Förderung für eingespeisten KWK-Strom vor. KWK-Zuschläge für selbst genutzten KWK-Strom entfallen bis auf wenige Ausnahmen.

Die neuen Zielvorgaben: Bisher hatte das KWK-Gesetz die Zielvorgabe, bis zum Jahre 2020 einen Ausbau der KWK-Stromerzeugung auf 25 Prozent der Nettostromerzeugung in Deutschland zu erreichen. In der Novelle wird das neue KWK-Ausbauziel von 25 Prozent auf die Stromerzeugung aus thermischen Kraftwerken bezogen. Neben der Stromerzeugung aus konventionellen Kraftwerken dient auch die Stromerzeugung aus biogenen thermischen Erzeugungsanlagen als Grundlage. Das neu definierte Ausbauziel soll im Jahre 2020 erreicht werden.

Virtuelles Kraftwerk: NRW-Pilotprojekt für Energiewende

Noch vor wenigen Jahren klang das virtuelle Kraftwerk nach Science Fiction. Doch in Nordrhein-Westfalen wird es zunehmend plastisch und real. Bei einem derartigen Projekt geht es um ein Netz verschiedener Kraftwerke, die möglichst exakt den benötigten Strom liefern - bedarfsgerecht und zentral gesteuert.

Bis zum Jahr 2025 soll der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch nach dem Koalitionsvertrag bundesweit auf 40 bis 45 Prozent, bis 2035 auf 55 bis 60 Prozent im Jahr steigen. Mit dem Ausbau steigen die Anforderungen an die Verlässlichkeit der wetter- und jahreszeitabhängigen Stromerzeugung.

Windenergieanlagen und Photovoltaikanlagen lassen sich durch das Kombinieren mit großen Speichern, wie zum Beispiel Pumpspeicherkraftwerken, grundlastfähig machen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die verschiedenen Stromerzeugungsquellen in einem virtuellen Kraftwerk zu integrieren. Dabei werden mehrere kleinere, dezentrale Stromlieferanten zu einem Verbund mit gemeinsamer Steuerung zusammengeschlossen.

Virtuelle Kraftwerke können aus unserer Sicht ein wesentlicher Beitrag zur Lösung für eine der zentralen Herausforderungen bei der Energiewende sein. Die schwarz-rote Bundesregierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag ein Pilotprojekt verabredet, um zu prüfen, ob und wie Erzeuger erneuerbarer Energien einen Grundlastanteil garantieren können. Entsprechend hatte das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen seines Programms "Schaufenster intelligente Energie - Digitale Agenda für die Energiewende – SINTEG" ein Projekt ausgeschrieben. NRW wurde im Dezember 2015 für den Piloten auserwählt.

Gerade Nordrhein-Westfalen ist mit seiner vielfältigen Struktur unterschiedlicher Energieversorger und Anwender in der Industrie das ideale Bundesland für das Modellvorhaben.

Zeige mehr ... Zeige weniger ...

Aktuelles & Materialien

14. August 2017 Pressemeldungen

Michael Hübner: „Neuer Windenergieerlass kostet ...

Zum in Kürze in Kraft tretenden Windenergieerlass erklärt Michael Hübner, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Für die Arbeitnehmerinnen und ...

Mehr ...
11. Juli 2017 Plenum

Unverantwortlich: CDU/FDP wollen keine Energiewende

Die schwarz-gelbe Koalition hat in ihrem Koalitionsvertrag beschlossen, den Windkraftausbau in NRW auf ein Minimum zu reduzieren. Dabei ist die Windkraft aufgrund ihrer hohen ...

Mehr ...
8. März 2017 Pressemeldungen

„Industrie und Haushalte bei Strompreisen entlasten“

Anlässlich der Diskussion im heutigen Wirtschaftsausschuss zu einer Deckelung der EEG-Umlage erklären der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW, Michael ...

Mehr ...
19. Januar 2017 Pressemeldungen

Das ist eine gute Nachricht für den Industriestandort NRW

Die Bezirksregierung Münster hat heute die immissionsrechtliche Genehmigung für das Kohlekraftwerk in Datteln erteilt. Dazu erklärt Norbert Römer, Vorsitzender der SPD-Fraktion im ...

Mehr ...
27. Oktober 2016 Termine, öffentliche Veranstaltungen, Landtagstalk
18:00 Uhr

Landtagstalk: "Fortschrittsmotor Klimaschutz"

Am 27. Oktober findet ein Landtagstalk zum Thema "Fortschrittsmotor Klimaschutz" im Landtag NRW statt.

Mehr ...
11. Juli 2017 Plenum

Unverantwortlich: CDU/FDP wollen keine Energiewende

Die schwarz-gelbe Koalition hat in ihrem Koalitionsvertrag beschlossen, den Windkraftausbau in NRW auf ein Minimum zu reduzieren. Dabei ist die Windkraft aufgrund ihrer hohen ...

Mehr ...
30. November 2015 Aktuelles
16:10 Uhr

"Ein Kleinod auf dem alten Zechengelände Anna"

Nobert Römer besucht das Energeticon in Alsdorf und überzeugt sich davon, wie ein gelungener Brückenschlag von der Steinkohletradition ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien ...

Mehr ...
14. August 2017 Pressemeldungen

Michael Hübner: „Neuer Windenergieerlass kostet ...

Zum in Kürze in Kraft tretenden Windenergieerlass erklärt Michael Hübner, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Für die Arbeitnehmerinnen und ...

Mehr ...
8. März 2017 Pressemeldungen

„Industrie und Haushalte bei Strompreisen entlasten“

Anlässlich der Diskussion im heutigen Wirtschaftsausschuss zu einer Deckelung der EEG-Umlage erklären der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW, Michael ...

Mehr ...
19. Januar 2017 Pressemeldungen

Das ist eine gute Nachricht für den Industriestandort NRW

Die Bezirksregierung Münster hat heute die immissionsrechtliche Genehmigung für das Kohlekraftwerk in Datteln erteilt. Dazu erklärt Norbert Römer, Vorsitzender der SPD-Fraktion im ...

Mehr ...
18. Januar 2017 Pressemeldungen

Netzentgelte kostengerecht gestalten und so Arbeitsplätze ...

Anlässlich der Diskussion auf Bundesebene zur Neugestaltung der Netzentgelte erklärt Michael Hübner, stellvertretender Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag NRW:

Mehr ...
24. März 2015 Dokumente, Pressemeldungen
12:42 Uhr

"Wir stehen an der Seite der Menschen im Rheinischen ...

Die SPD-Landtagsfraktion hat heute einstimmig eine Erklärung zum "Eckpunktepapier Strommarkt" verabschiedet. Dazu erklärt Norbert Römer, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion:

Mehr ...
12. November 2016 Anträge

Interview mit Norbert Römer zum Klimaschutzplan

Am heutigen Samstag führte Jürgen Zurheide ein Interview mit Norbert Römer im Deutschlandfunk zum Thema "Klimaschutzplan.

Mehr ...
5. Juni 2014 Videos

Rainer Schmeltzer SPD zum Thema Fracking in NRW

Mehr ...