Ausbildung

Azubis finden Anschluss

An der Übergangsstelle von der Schule in den Beruf hakt es bei vielen Jugendlichen. Sie sind häufig auf diesen Schritt nicht vorbereitet. Um das zu ändern, haben wir das Projekt "Kein Abschluss ohne Anschluss" begonnen. Es ist eine Erfolgsgeschichte. Im Schuljahr 2012/13 noch eher klein gestartet, werden landesweit 175.000 Schülerinnen und Schüler in der achten Klasse - das ist die Zielgruppe - erreicht. Bis zum Ende des Schuljahres 2017/18 wird die Zahl auf rund 520.000 Jugendliche in ganz NRW angewachsen sein. Die Schülerinnen und Schüler erhalten umfassende Tipps zu ihren Fähigkeiten und Chancen - möglichst passgenaue Berufsempfehlungen und vorherige Praxistests inklusive.

  • Jugendliche bei der Berufsausbildung. (Foto: dpa/picture alliance)

Für dieses zentrale Handlungsfeld wurde im Schuljahr 2014/2015 erstmals ein flächendeckendes Monitoring angestrengt. Das nordrhein-westfälische Arbeitsministerium hat die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.) mit der Auswertung und Berichterstattung beauftragt.

Im Schuljahr 2014/2015, drei Jahre nach Start von "Kein Abschluss ohne Anschluss", haben sich bereits rund 55 Prozent aller Schulen in NRW mit einer Sekundarstufe I beteiligt. Dies sind insgesamt 1.392 Schulen von 2.514 Schulen mit einer Sekundarstufe I. Von insgesamt rund 560.000 Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 bis 10 im Schuljahr 2014/2015 nutzten rund 35 Prozent (circa 193.000) die Angebote der Berufs- und Studienorientierung im Rahmen von "Kein Abschluss ohne Anschluss".

Die Beteiligung der Schulen war im Schuljahr 2014/2015 je nach Schulform unterschiedlich: Bei den Hauptschulen lag die Beteiligung bei rund 68 Prozent aller Hauptschulen, bei den Gymnasien waren es rund 40 Prozent.

Der Bund unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen beim Landesvorhaben "Kein Abschluss ohne Anschluss" (KAoA) zur Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern bis 2020 mit rund 95 Millionen Euro.

G.I.B.-Bericht zu Monitoringergebnissen „Kein Abschluss ohne Anschluss“ für das Schuljahr 2014/2015 zum Herunterladen (PDF)

Doppelter Abiturjahrgang

Der doppelte Abiturjahrgang war eine große Herausforderung. Wir haben sie bewältigt, weil wir gut vorbereitet waren. Bis zum Jahr 2020 investiert das Land zehn Milliarden Euro, um die Hochschulen für die gestiegene Nachfrage an Studienplätzen zu wappnen. Der Großteil des Geldes - bislang sind es rund 50 Prozent - wird von den Unis und Hochschulen für zusätzliches Personal verwendet. In enger Abstimmung mit den Hochschulleitungen wurden auch unkonventionelle Wege gefunden - wie etwa ein vorzeitiger Vorlesungsbeginn oder Online-Lehrveranstaltungen.

Monitoringbericht 2015 des nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministeriums zum doppelten Abiturjahrgang (pdf)

Grafik: Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger seit Wintersemester 2010/2011 in NRW
Grafik: Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger seit Wintersemester 2010/2011 in NRW

Wissenschaftsland NRW

Unsere Gesellschaft benötigt hoch qualifizierte Beschäftigte in allen Wirtschaftsbereichen, gerade durch den Wandel der Arbeitswelt werden mehr Akademikerinnen und Akademiker denn je benötigt, und dies vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Die Zahlen sind erfreulich: Rund 688.000 Studierende gab es 2014, das waren 160.000 mehr als bei Regierungsantritt von SPD und Grünen im Jahr 2010. Das wurde erreicht durch die Abschaffung der Studiengebühren und durch eine konsequente Verwendung der Mittel aus dem Hochschulpakt für den Ausbau des Studienangebots.

An den Hochschulen steigt die Gesamtzahl der Studierenden zum Wintersemester 2015/16 auf 743.100. Werden die Haupt- und NebenhörerInnen zusammengefasst, ergibt sich für die NRW-Hochschulen im Wintersemester 2015/16 eine Studierendenzahl von 750.900 und die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger beläuft sich auf fast 123.300.

2015 erhielten die Hochschulen (mit Medizin) 6,155 Milliarden Euro; das sind mehr als 2 Milliarden Euro mehr als 2010.Das ist eine Steigerung von 48,5 Prozent seit Regierungsantritt im Jahr 2010.

Für die bewährten und auch bei der Wirtschaft sehr beliebten Fachhochschulen wurde ein eigenes Ausbauprogramm aufgelegt. So konnten zusätzlich 11.000 Studienplätze geschaffen werden.

Wir haben zusammen mit den Hochschulen ein Förderprogramm zum Ausbau der Masterstudienplätze gestartet. Bis 2020 werden die Hochschulen rund 65.000 zusätzliche Masterstudienangebote schaffen können. Dafür steht Geld aus dem Hochschulpakt von rund 650 bis 700 Millionen Euro zur Verfügung. Damit wollen wir den Studierenden in NRW auch nach ihrem erfolgreichen Bachelorabschluss realistische Chancen bieten, ein Masterstudium beginnen zu können.

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