Wie der WDR gestern berichtete, soll die falsche Verkehrsführung auf der Talbrücke Rahmede mit ein Grund für ihre nachhaltige Schädigung gewesen sein. Das habe die Autobahn GmbH auf Nachfrage bestätigt. Aufgefallen sei der Fehler erstmals bei einer Ortsbegehung im Mai 2021. Warum die falsche Verkehrsführung bei zwei vorherigen Brückenprüfungen in den Jahren 2017 und 2020 nicht aufgefallen sei, bleibt indes unbeantwortet. Hierzu erklärt Gordan Dudas, Obmann der SPD-Fraktion im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss „Brückendesaster und Infrastrukturstau“ (PUA III):

„Es ist ein Glück, dass der Fehler gerade noch rechtzeitig erkannt worden ist. Trotzdem stellt sich die Frage, warum erst so spät. Ist es wirklich realistisch, dass bei einer Ortsbegehung bemerkt wird, was bei zwei Prüfungen zuvor unentdeckt geblieben war? Wusste vorher also wirklich niemand von dieser Gefahrensituation? Und falls dem doch so sein sollte: Wem wurden diese Fehler nach ihrer Entdeckung mitgeteilt? Haben die Verkehrsministerien in Land und Bund davon rein gar nichts mitbekommen? Das wäre dann ein weiteres eklatantes Versäumnis – nämlich massive Mängel in der Meldekette.

Die Arbeit des PUA hat sich bereits jetzt gelohnt, weil dadurch die gravierenden Fehler und möglichen Vertuschungsversuche erst aufgedeckt werden konnten. Jetzt geht es darum, die Hintergründe hierzu zu beleuchten. Deshalb ist es gut und richtig, dass die Autobahn GmbH eine umfassende Aufarbeitung vornehmen wird. Dasselbe gilt für den PUA-Vorsitzenden, der eine erneute Ladung schon gehörter Zeugen bereits angekündigt hat. Hierzu dürfte auch Ministerpräsident Wüst zählen, dessen Aussagen im Lichte weiterer Zeugenvernehmungen erst noch zu bewerten sind.“




Gordan Dudas

Verkehrspolitischer Sprecher und Sprecher im PUA III - Brückendesater




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Andreas Hahn
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