Der Eilantrag des BUND gegen die Castortransporte von Jülich nach Ahaus ist heute vom zuständigen Verwaltungsgericht abgewiesen worden. Schon zuvor war die Stadt Ahaus vor gut einem Jahr mit Klagen vor dem OVG Münster gescheitert und hatte nun nach eigener rechtlicher Prüfung auf den erneuten Rechtsweg verzichtet, weil er nicht aussichtsreich schien. Hierzu erklärt Alexander Vogt, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:
„Die gerichtliche Entscheidung war absehbar. Der Transport des Atommülls quer durch NRW hätte allerdings politisch von der schwarz-grünen Landesregierung verhindert werden können. Doch Wirtschaftsministerin Mona Neubaur hat das Atommüll-Problem jahrelang verschlafen. Dabei waren CDU und Grüne in ihrem Koalitionsvertrag noch entschlossen, die Castortransporte zu minimieren. Jetzt ist der Transport von 152 Atommüllcastoren durch ganz Nordrhein-Westfalen die tragische Konsequenz schwarz-grüner Verantwortungslosigkeit und ein Bruch des eigenen Koalitionsversprechens. Belastungen kommen nun auch auf Polizei, Wirtschaft und Verkehrsteilnehmende zu. Ministerpräsident Hendrik Wüst sprach sich sogar für die Weiternutzung der Atomkraft aus – trotz des Atommülls als ewige Last für die Umwelt und Allgemeinheit. Für die SPD-Fraktion macht dies einmal mehr deutlich, dass Kernenergie keine Alternative ist. Sie ist teuer und gefährlich – die Atommülltransporte von CDU und Grünen sind der deutliche Beleg dafür.“


