27.10.2016 | Pressemeldungen

Wohnungseinbruchskriminalität durch solide und nachhaltige Arbeit bekämpfen – NRW ist auf dem richtigen Weg“

Zur heutigen Anhörung des Landtages zum Thema „Wohnungseinbrüche“ erklärt Thomas Stotko, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag:

„Die Sachverständigen haben heute mit einigen Vorurteilen aufgeräumt und klargestellt, dass man die Regionen in NRW, die vor allem  großstädtisch geprägt sind, mit den vornehmlich ländlich geprägten Regionen beispielsweise in Bayern nicht vergleichen kann. So gibt es in NRW 29 Großstädte über 100.000 Einwohner, in Bayern lediglich acht. Die Region Rhein-Ruhr ist mit rund10 Millionen Einwohnern eine der 30 größten Metropolregionen der Welt. Allein das Ruhrgebiet ist mit circa 5,5 Millionen Einwohnern der fünftgrößte Ballungsraum in Europa.
Daneben kommt die Sachverständige Gina Rosa Wollinger zu dem Ergebnis, dass es in anderen Regionen in der Bundesrepublik keine besseren Konzepte bei der Verbrechensbekämpfung gibt. Sie  hat mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen im Jahre 2016 eine bundesweite Studie dazu durchgeführt.

Es ist für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nicht zuträglich, wenn immer wieder in unfairen Zahlenspielen der Untergang der inneren Sicherheit in NRW beschworen wird. In NRW wird – so die klare Aussage der Experten – eine gute Arbeit in der Kriminalitätsbekämpfung geleistet!

Nach aktuellen Zahlen des LKA ist für Januar bis September 2016 ein Rückgang der Wohnungseinbruchskriminalität im Verhältnis zu den Vorjahreszahlen um ca. 10 Prozent zu verzeichnen. Weiterhin erfreulich ist, dass der Anteil erfolgloser Versuche in NRW seit 2012 kontinuierlich von 40,2 Prozent auf aktuell 45,9 Prozent gestiegen ist. Fast jeder zweite Einbruch bleibt erfolglos.

Dies ist auf die zunehmend bessere Sicherung von Fenster und Türen durch Eigentümer und Mieter und natürlich auf die von der Landesregierung in den vergangenen Jahren umgesetzte Maßnahmen zurück zu führen. Ob „Riegel vor“, „Rahmenkonzeption MOTIV“, schnelle Verurteilungen oder die personelle Verstärkung der Polizei – die Maßnahmen wirken.

Soweit es Spezialteams für die Spurensicherung betrifft, sind die Experten und Expertinnen nicht einer Meinung, denn entgegen des BDK sieht die GdP – wie offenbar auch das Land Bayern, denn dort gibt es dies auch nicht - hier keinen Bedarf, was durch die Politik noch zu bewerten ist.   Insgesamt kommen die Sachverständigen zu dem Ergebnis, dass Wohnungseinbrüche in ganz Deutschland weiterhin ein Problem darstellen, NRW jedoch gemeinsam mit anderen Ländern auf dem richtigen Weg ist.

Statt immer wieder Versäumnisse zu beklagen, sind wir unserer Polizei schuldig, dass man ihre gute Arbeit auch in diesem Bereich anerkennt und dieser die Zeit gibt, dass sich die gute Arbeit der letzten Jahre entfaltet.“.

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