07.10.2016 | Pressemeldungen

„Wir werden uns erneut mit dem Landesjagdgesetz befassen“

Gestern wurden der Landtagspräsidentin Carina Gödecke rund 120.000 Unterschriften gegen das 2015 verabschiedete ökologische Landesjagdgesetz überreicht. Als Hauptkritikpunkte führt der Landesjagdverband mangelnde Praxistauglichkeit und verfassungsrechtliche Bedenken an. Dazu erklärt Norbert Meesters, jagdpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag:

"Im ländlichen Raum Nordrhein-Westfalens leben circa sechs Millionen Menschen. 120.000 davon haben sich nun kritisch zum geltenden Jagdrecht geäußert. Das ist eine respektable Größe. Die Zahlen machen aber auch deutlich, wie vielfältig die Interessen auf dem Land sind. Und diesen verschiedenen Interessen sind wir mit der Neufassung des Jagdrechtes in NRW gerecht geworden. Wir haben ein Gesetz geschaffen, das den Schutz des Waldes, den Tierschutz und neue naturwissenschaftliche Erkenntnisse in den Blick nimmt. Wir Sozialdemokraten haben uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass diese Regelungen praktikabel sind und in der Praxis bestehen können. So ist zum Beispiel zum Schutz der Bodenbrüter weiterhin die Baujagd auf den Fuchs in Kunstbauten in all den Landesteilen erlaubt, wo der Artenschutz dies gebietet.

Wir werden die aktuelle Diskussion auf der Grundlage der vorgelegten Unterschriften gerne im Landtag aufnehmen. Dazu erwarten wir vom zuständigen Umweltministerium die Vorlage eines Berichtes über die bisherigen Erfahrungen mit dem geltenden Jagdrecht. Auf dieser Grundlage werden wir anschließend eine sach- und fachliche Bewertung vornehmen."

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