07.08.2015 | Pressemeldungen 0:00 Uhr

"Verordnete generelle Verlegung von Leerrohren wäre die falsche Vorgehensweise"

Immer wieder wird die Forderung des systematischen Einbaus von Leerrohren beim Straßenneubau und diesbezüglich die Änderung der Landesbauordnunglaut. Das soll Erleichterungen beim späteren Verlegen der Datenautobahnen für schnelles Internet bringen. "Diese Forderung ist jedoch in Fachkreisen durchaus umstritten", kommentiert Jochen Ott, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag.

"NRW-Bauminister Michael Groschek wird bei diesem Thema, sich dieser Forderung zu widersetzen, zu Unrecht angegriffen. Das bestätigt auch VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter. Für ihn wäre die Verlegung von Leerrohren 'die falsche Vorgehensweise". Heutzutage kann niemand vorhersagen, wie sich die Telekommunikationstechnik in den nächsten Jahren entwickeln wird. Durch die verstärkte Nutzung von WLAN-Netzen müssen in einigen Jahren vielleicht überhaupt keine Leerrohre in Gebäuden mehr verlegt werden. Es gab vor zehn Jahren Forderungen der Industrie, das System 'Powerline' in Neubauten zu integrieren. Damals war man der Ansicht, Daten werden künftig über das Stromnetz geleitet. Heute spricht kaum noch jemand von diesem System.

Wichtig ist allerdings, dass wir jederzeit mit allen Beteiligten im Gespräch bleiben, um aktuelle technische Entwicklungen flexibel in künftige Bauprozesse einbinden zu können."

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