27.05.2014 | Pressemeldungen 0:00 Uhr

Norbert Meesters: „Schafhaltung in NRW sichern und neue Perspektiven schaffen“

Schafhaltung ist unverzichtbar für die Artenvielfalt, den Landschaftsschutz und sichere Deiche. Doch die Zahl der Schafe und Schafhalter hat im vergangenen Jahrzehnt dramatisch abgenommen. „Die Anzahl hat sich seit 2005 fast halbiert. Deshalb muss sich die Politik jetzt massiv für die Stärkung der Schafzucht einsetzen. Diese besondere Flächenbewirtschaftung leistet viel für die Gesellschaft“, erklärt Norbert Meesters, landwirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag, vor der Einbringung des Antrages zur Zukunft der Schafhaltung.

„An Flussdeichen sorgen vor allem Schafe durch ihren Tritt und Verbiss für eine besonders dichte Grasnarbe und damit für die Sicherheit der Menschen hinter dem Deich. Auf ertragsschwachen Standorten weiden Schafe, damit die Landschaft nicht verbuscht. Das sind nur wenige Beispiele für die Schafzucht in Nordrhein-Westfalen. Um auch in Zukunft noch Schäfereien in NRW vorzufinden und für sie neue Perspektiven zu eröffnen, bringen wir zusammen mit der Fraktion der Grünen einen entsprechenden Antrag in den Landtag ein. Uns geht es um eine bessere agrarpolitische Förderung der Schafhaltung auf Bundes- und Landesebene. Denkbar ist zum Beispiel die Einstufung der beweideten Wiesen als landwirtschaftlich genutzte Flächen. Nur so kommen die Schäferinnen und Schäfer auch in den Genuss der wichtigen Prämien. Zudem soll die extensive Weidehaltung zukünftig als Agrarumweltmaßnahme gefördert werden.

Ein weiterer Punkt: Für die Schäfereien müssen auch die Ausgleichszahlungen im Vertragsnaturschutz endlich dem tatsächlichen Mehraufwand oder eben Minderertrag angepasst werden.“

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