07.09.2016 | Pressemeldungen

„Hohe Zahl an freiwilligen Rückkehrern“

Im ersten Halbjahr 2016 war die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer, die Nordrhein-Westfalen freiwillig verlassen haben, so hoch wie in keinem anderen Bundesland. Bis jetzt gab es 8.356 staatlich geförderte Ausreisen. In Niedersachsen waren es 4.605 und in Bayern 4.497. Auch die Zahl der Abschiebungen war mit 2.625 Fällen im Ländervergleich am höchsten (Bayern 1.827, Baden-Württemberg 1.749). Zum Rückkehrmanagement der Landesregierung erklärt Hans-Willi Körfges, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

"Mit der Zahl der Menschen, die in Deutschland zu Recht Schutz vor Krieg, Verfolgung und Not suchen, ist im vergangenen Jahr auch die Zahl der Menschen gestiegen, die nicht in Deutschland bleiben dürfen. Es ist wichtig, dass diese schnell Klarheit über ihre Situation haben und im Anschluss möglichst zügig das Land verlassen können.

Die freiwillige Ausreise ist ein besseres Mittel als eine Abschiebung. Eine freiwillige Ausreise ist weitaus weniger belastend als eine Abschiebung.

Es ist wichtig, Ausreisepflichtigen mit Respekt und Menschlichkeit zu begegnen und bei der Durchsetzung der Ausreisepflicht humanitäre Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Die Landesregierung leistet dabei gute Arbeit."

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