06.03.2015 | Pressemeldungen 0:00 Uhr

Gerda Kieninger: „Noch immer sind Frauenrechte nicht verwirklicht“

 

Am Sonntag steht der Internationale Frauentag auf dem Kalender. Seine Tradition reicht zurück ins Jahr 1910. Damals forderten Frauen in verschiedenen Ländern vor allem das Frauenwahlrecht ein.
„So unterschiedlich die Forderungen aus jener Zeit im Vergleich zu den heutigen sind: Allen gemeinsam ist die Forderung nach der noch immer nicht verwirklichten Gleichstellung der Geschlechter“, sagt Gerda Kieninger, Sprecherin für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation der SPD-Landtagsfraktion in NRW.

„Noch immer haben Frauen nicht die gleichen Aufstiegschancen und Verdienstmöglichkeiten wie ihre männlichen Kollegen. Das Ungleichgewicht bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist oft das Resultat einer hohen Teilzeitquote von Frauen. Unabhängig von der beruflichen Qualifizierung nehmen sie oft eine Reduzierung der Arbeitszeit in Kauf, drohende Altersarmut ist nur eine der Konsequenzen.

Immer noch sind viele Frauen von körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen. Erhebungen der EU zufolge erlebt jede dritte Frau solche Gewaltakte in ihrem Leben. Das ist entsetzlich und ein fortwährender gesellschaftspolitischer Skandal. Im Kampf gegen Missbrauch und Ausbeutung spielt die Frauenberatungsinfrastruktur eine zentrale Rolle. So wurden die Hilfen für betroffene Frauen nicht nur durch die Einführung der zweiten Sozialarbeiterinnenstelle in den Einrichtungen erleichtert. Zusätzliche Mittel für den Bereich `Schutz und Hilfe für von Gewalt betroffenen Frauen´ in Höhe von 250.000 Euro, sowie weitere finanzielle Unterstützungen von Gewalt betroffenen traumatisierten Flüchtlingsfrauen in Höhe von 900.000 Euro, damit diese Flüchtlingsfrauen einen Zugang zu unseren Schutzeinrichtungen erhalten können, stellt die Landesregierung zur Verfügung.
Um der Veränderung der gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden und Familienpolitik als entscheidenden Baustein für die Gleichstellung der Geschlechter zu manifestieren, haben wir die Enquetekommission ´Zukunft der Familienpolitik in NRW´ eingerichtet.

Wir freuen uns, dass sich auch einiges im Bereich der Frauenförderung auf der Bundesebene bewegt. So ist die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote ein wichtiger Schritt für die Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt. Jetzt ist es an der Zeit weitere Schritte für die Umsetzung der Entgeltgleichheit zu gehen.“

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