03.11.2015 | Publikationen 0:00 Uhr

Asyl- und Flüchtlingspolitik in NRW (aktl.)

Seit Monaten kommen immer mehr Menschen nach Deutschland. Sie wurden in ihrer Heimat verfolgt und bedroht oder waren in großer Not. Auch wir in Nordrhein-Westfalen bieten den hier ankommenden Geflüchteten Obhut und Schutz. Diese Aufgabe können wir jedoch nur gemeinsam bewältigen. Land, Städte und Gemeinden sowie der Bund arbeiten bei der Aufnahme, Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge eng zusammen.

Neben dem hauptamtlichen Engagement ist vor allem auch der persönliche, menschliche Einsatz von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sehr wertvoll. Erst ihr Mitgefühl, ihre Hilfsbereitschaft und ihr Engagement lassen die Flüchtlingsarbeit im Land gelingen. Keine Verwaltung kann so herzlich „Willkommen!“ sagen wie die Menschen vor Ort. Und das tagein, tagaus. Wir freuen uns und wollen all jenen Ehrenamtlichen Danke sagen. Wir sind froh, dass es in NRW so viele Menschen gibt, die Flüchtlingen helfen, sich in unserem Land – und vielleicht irgendwann ihrer neuen Heimat – zurechtzufinden und angenommen zu fühlen.

Die Hilfsbereitschaft bei uns in Nordrhein-Westfalen ist enorm. Es ist eine mächtige Bürgerbewegung der Selbstlosigkeit entstanden. Viele Menschen hadern nicht lange, geben Deutschkurse, veranstalten Fußballspiele, sammeln Sachen für die Ankömmlinge aus den Bürgerkriegsländern. Sie kümmern sich aufopferungsvoll und unbürokratisch. All diese ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer prägen die deutsche Willkommenskultur mit einer Herzlichkeit, die unbezahlbar ist. Wir und die Landesregierung wissen, dass wir keinen Anspruch auf diese Herzenswärme unserer engagierten Bürgerinnen und Bürger haben.

Deshalb ist für uns die Flüchtlingshilfe eine große gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der wir alle gefordert sind. Die Landesregierung schafft hierbei politische Rahmenbedingungen, Strukturen und rechtliche Sicherheiten und finanziert von der Aufnahme bis zur Integration viele Maßnahmen. Die Ehrenamtlichen wiederum bereichern diese mit Herzlichkeit, packen vor Ort an, verteilen Lebensmittel, spenden Kleidung und nehmen sich die Zeit, Willkommenskultur mit Leben zu füllen.

Dafür sagen wir Danke! Danke, an all jene, die Barrieren abbauen und Sprachhindernisse überwinden, um geflüchteten Menschen einen ersten Kontakt mit der Bevölkerung zu ermöglichen. Danke, dass sie sich diesen Menschen zuwenden und auch im Einzelfall begleiten, wenn ein Gang zur Behörde, Sprachprobleme beim Arzt oder Hilfe bei den Hausaufgaben anstehen. Danke, an die vielen Städte und Gemeinden in NRW, die sich auf unterschiedlichste Weise für Flüchtlinge in ihrer Nachbarschaft einsetzen und diese Willkommen heißen.

Diese Broschüre liefert einige Informationen zum Thema Asyl- und Flüchtlingspolitik in NRW. Wir ziehen Bilanz, was wir bisher erreicht haben, was wir noch tun wollen und was uns besonders wichtig ist. Die Grafiken zeigen schematische Darstellung zu den Fluchtrouten über das Mittelmeer, aus welchen Ländern die Menschen hauptsächlich Asylanträge in Deutschland stellen, wie das Verfahren beim Stellen eines Asylantrages
abläuft, wie lange es dauert, bis ein Asylbewerber zum Kollegen und Nachbarn wird, wie die Verteilung der Flüchtlinge nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel funktioniert und wie die Flüchtlingsaufnahme in NRW abläuft. Außerdem informiert die Broschüre über eine Auswahl von Maßnahmen, die wir zusammen mit dem Land NRW im Bereich Asyl- und Flüchtlingspolitik bereits finanziert und umgesetzt haben.

Da sich die Zahl der Flüchtlinge täglich ändert und damit beispielsweise auch die Unterbringungsplätze, sind die angegebenen Zahlen in den abgebildeten Grafiken nur Richtwerte.



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