Maximal Mensch, statt Maximal Gewinn

Die Lage unseren Krankenhäusern und Arztpraxen ist ernst. Patientinnen und Patienten leiden unter langen Wartezeiten. Die Kapazitäten für Behandlungen in der Kinder- und Jugendmedizin sind viel zu gering. Der Personalmangel ist gefährlich für alle Seiten.

In der Pflege sieht es ähnlich düster aus: Das Personal ist chronisch unterbesetz und deswegen überlastet. Pflegende Angehörige werden völlig vernachlässigt. Ein gut und flächendeckend ausgebautes ambulantes Pflegangebot? Fehlanzeige. Diese Realität hat eine Ursache: Fachkräftemangel.

Diejenigen, die den Laden trotz aller Widrigkeiten am Laufen halten, sind die Beschäftigten. Ihre Leistungen in nordrhein-westfälischen Pflegeheimen und Krankenhäusern sind überragend. Ihre Arbeitsbedingungen hingegen sind viel zu oft unterirdisch. Viele Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte arbeiten über Jahre am Rande ihrer Belastbarkeit – und darüber hinaus. Auch das nichtmedizinische Personal arbeitet am Limit, um das System irgendwie vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Das System funktioniert. Aber nur auf Kosten der Beschäftigten.

Die Corona-Pandemie hat uns allen überdeutlich vor Augen geführt, wie notwendig Verbesserungen sind. Der Maßstab für unser Gesundheitssystem darf nicht Gewinnmaximierung, sondern muss eine gesunde Bevölkerung sein. Patientinnen und Patienten sind niemals Fallpauschalen – sondern Menschen. Nicht permanent genutzte Betten sind  keine Überkapazitäten – sondern Sicherheitsreserven für uns alle.

Gute Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind niemals nur ein Kostenfaktor – sondern ein Qualitätsmerkmal. Eine verlässliche Gesundheitsversorgung muss zuerst garantieren, dass alle eine gute Behandlung bekommen. Hinzu kommt die bestmögliche  Vorsorge, gute  Versorgung und der Zugang zu modernen Therapien – unabhängig vom Einkommen und Wohnort.

slider4

Viel zu wenig beachten wir bislang auch die Belange der Menschen mit Behinderung. Diese müssen wir in der gesundheitlichen Versorgung viel stärker einbeziehen. Dazu brauchen wir behindertengerechte und selbsthilfefreundliche Krankenhäuser. Wir wollen, dass alle Menschen in NRW bei Fragen ihrer Gesundheit, Pflege, Versorgung und Vorsorge nicht hinten anstehen und transparent informiert werden.

Die Corona-Pandemie zeigt, wie verletzlich unsere Gesellschaft ist, wenn unser Gesundheitssystem unter Druck gerät. Die Pandemie hat viele Missstände wie unter einem Brennglas sichtbar gemacht und verschärft. Sie hat diese Probleme aber nicht verursacht. Strukturelle Probleme im deutschen Gesundheits- und Pflegesystem gibt es schon viel zu lange. Wann, wenn nicht jetzt, im Zuge der schlimmsten Pandemie seit der Spanischen Grippe vor 100 Jahren, finden wir die Kraft, diese Missstände anzugehen? Es ist Zeit für einen sozialen Neustart in der Gesundheits- und Pflegepolitik. Bundesweit und in Nordrhein-Westfalen.

 

Wie sieht dieser sozialer Neustart genau aus? Ein Überblick über die zentralen Themen und Vorhaben:

animation-gesundheit

Pressemitteilungen zum Thema

Mehr Sicherheit an Schulen – Rückkehr zur Maskenpflicht jetzt!

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet mehr Corona-Ausbrüche an Schulen. Demnach seien…
Mehr erfahren >

84 Prozent der Menschen lehnen Krankenhaus-Schließungen ab – Kahlschlag der Kliniklandschaft verhindern

Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der SPD-Fraktion im Landtag NRW…
Mehr erfahren >

Haushalt der Landesregierung gefährdet die Handlungsfähigkeit der Städte und spaltet die Gesellschaft

In der morgigen Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses des Landtags…
Mehr erfahren >

Unsere Leitanträge in den Medien

WEITERE INFOS ZU UNSEREN THEMEN

Diese Seite teilen

Teilen