16. Mai 2019

Stahlstandort sichern – Sozialpartnerschaft nicht gefährden

Am 10. Mai 2019 hat die Unternehmensführung von ThyssenKrupp bekanntgegeben, dass die geplante Fusion der Stahlsparte mit dem indischen Stahlkonzern Tata nicht zustande kommt.

Die SPD-Fraktion im Landtag NRW hat dazu einen Antrag für das kommende Plenum (22.-24. Mai 2019) verabschiedet. Darin fordert sie die Landesregierung auf, sich gegenüber der Konzernleitung von ThyssenKrupp für eine nachhaltige Neuaufstellung des Konzerns einzusetzen, in der betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen und eine maximal mögliche Anzahl an Arbeitsplätzen erhalten bleiben. Darüber hinaus soll die Landesregierung der Öffentlichkeit nun unverzüglich einen Entwurf der überarbeiteten industriepolitischen Leitlinien vorlegen, wie es Schwarz-Gelb zu Beginn der Legislaturperiode angekündigt hatte.

Dazu erklärt Thomas Kutschaty, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW: 

„ThyssenKrupp ist ein Mythos, ein Symbol für den Aufstieg einer Region und ihrer Menschen. Doch das ist jetzt in Gefahr. Ich habe die Versprechen gehört, dass das Unternehmen alles versucht, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Aber ich fürchte, dass solche Versprechen am Ende nicht immer gehalten werden. Das wäre eine große Belastung für die Sozialpartnerschaft. Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie sich für den Erhalt möglichst vieler der guten Industriearbeitsplätze einsetzt. Arbeitsplätze sind wichtiger als Aktienkurse.“ 

Andreas Hahn

Pressesprecher und
Leiter der Pressestelle
Telefon: +49 211 884 2808 Fax: +49 211 884 2042 E-Mail: andreas.hahn@landtag.nrw.de

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