11. Juli 2017

Scheinheilig: Inklusion ist keine Ideologie, sondern ein Menschenrecht

Die schwarz-gelbe Förderschulpolitik ist auf einem Auge blind. Statt einen ausgereiften Masterplan für die Umsetzung schulischer Inklusion vorzulegen, beschließt das Kabinett Laschet ein Moratorium für Förderschulen und verspricht so scheinheilig, dass keine Förderschule mehr geschlossen würde und man auch die bereits auslaufenden Schulen aufrecht erhalten werde. In der Realität sieht dies aber ganz anders aus: Auslaufend gestellte Schulen sind bereits vom Anmeldeverfahren ausgenommen, ebenso von der weiteren Zuweisung von Lehrerinnen und Lehrern, denn dort, wo die Schülerzahl schrumpft, schrumpft natürlich auch die Lehrerzahl. Ein einfaches Zurück in den schulischen Betrieb kann es also nicht geben. Und denkt man diesen Schritt weiter, dann fehlen am Ende nur noch mehr Lehrerinnen und Lehrer, besonders im bereits inklusiv beschulenden Bereich.
Die SPD-Landtagsfraktion schließt sich der Forderung des Verbands Erziehung und Bildung an und fordert Armin Laschet auf, einen ,Masterplan Grundschule‘ vorzulegen, damit Eltern eine Sicherheit für ihre Kinder haben.
DS 17/76

Andreas Hahn

Pressesprecher und
Leiter der Pressestelle
Telefon: +49 211 884 2808 Fax: +49 211 884 2042 E-Mail: andreas.hahn@landtag.nrw.de

Unser Newsletter

Weitere Pressemeldungen

Hat die Landesregierung für die Schulen die falschen Tests eingekauft?

Im Zusammenhang mit dem um eine Woche verschobenen Start des…
Mehr erfahren >

Distanzunterricht ist Konsequenz aus Mangel an Vorbereitung

Ab kommenden Montag schickt die Landesregierung die meisten der 2,5…
Mehr erfahren >

Nach Laschets Forderung des Brücken-Lockdowns: Schulen in NRW im Schwebezustand

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer bespricht sich heute (7. April 2021) mit…
Mehr erfahren >

Diese Seite teilen

Teilen