18. Juli 2017

Michael Hübner: „Das Handwerk fordert mit Umsetzungsbarometer den Wirtschaftsminister heraus“

Zum Umsetzungsbarometer des Westdeutschen Handwerkskammertags erklärt Michael Hübner, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Wenn es in die Suppe hagelt, ist das Dach wohl schlecht genagelt‘, ein kluger Spruch der Handwerker, der die Wichtigkeit ihrer guten Arbeit für unser tägliches Leben nur zu gut verdeutlicht. Schaut man auf das neu aufgestellte Dach des Wirtschaftsministeriums, so hagelt es dort nun kräftig rein. Die Bezeichnung ,Handwerk‘ wurde aus dem Titel – dem Dach – des Ministeriums gestrichen. Unter FDP-Leitung fühlt man sich jetzt nur noch zuständig für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie – nicht aber mehr für das Handwerk.

Das führt nicht nur bei der SPD-Fraktion zu großer Irritation und Verwunderung, sondern auch bei den Handwerksbetrieben. Eine erste Vorahnung lieferte bereits die schnelle Abhandlung zum Handwerk auf nur einer halben Seite im Koalitionsvertrag und hier auch nur in Kombination mit dem Thema Digitalisierung. Um möglicher Kritik zuvorzukommen, dass man mit einem IPad keinen Nagel in die Wand schlagen kann, wurde die Zusage im Koalitionsvertrag gegeben, die 171 Handlungsempfehlungen der Enquetekommission Handwerk umzusetzen.

Vereinbarungen werden im Handwerk mit einem Handschlag besiegelt, und so lässt sich das vom Westdeutschen Handwerkskammertag aktuell aufgesetzte Umsetzungsbarometer zu diesen 171 Versprechen verstehen. Bereits über 30 Handwerksorganisationen haben auf das Barometer verlinkt, dass den aktuellen Umsetzungsstatus jeder einzelnen Handlungsempfehlung in den bekannten Farben rot, grün und gelb anzeigt.
Das Handwerk verdeutlicht damit seine Verantwortung gegenüber dem Wirtschaftsstandort, den Betrieben und den Menschen in NRW und fordert die neue Landesregierung damit heraus. Wir werden den Betrieben und Organisationen des Handwerks als starker Partner zur Seite stehen und unerlässlich auf die Umsetzung dieser 171 Versprechen drängen.“

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