15. Februar 2019

“Jetzt die Weichen für die Industrieregion an Emscher und Ruhr von morgen stellen”

Heute besuchen Abgeordnete der SPD-Landtagsfraktion aus dem Ruhrgebiet die Kokerei der ArcelorMittal GmbH sowie die Kläranlage der Emschergenossenschaft in Bottrop. Bei ihrem Besuch diskutieren die Abgeordneten unter anderem mit dem Geschäftsführer der Business Metropole Ruhr GmbH, Rasmus C. Beck, sowie dem Vorstandsvorsitzenden der Emschergenossenschaft, Ulrich Paetzel, über Wege zur Verbesserung der Infrastruktur im Ruhrgebiet und Akzeptanzsteigerung des Industriestandorts. Hierzu erklärt Michael Hübner, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag NRW:
"Das Ruhrgebiet hat sich zu einer tollen Wissensregion gewandelt. Die noch immer von hoher Arbeitslosigkeit und sozialen Verwerfungen geprägte Region rettet man aber nicht nur mit neuen Arbeitsplätzen für Akademiker. Deshalb ist es uns wichtig, auch die Weichen für einen zukunftsfähigen Industriestandort an Rhein und Emscher zu stellen.
Die Kokerei ArcelorMittal in Bottrop ist ein Symbol dafür, wie aus der Tradition unserer Region auch Zukunft gestaltet werden kann. Wir wissen, dass große Industrieanlagen heute viel um Akzeptanz bei den Anwohnern kämpfen müssen. Im vergangenen Jahr geriet die Bottroper Kokerei in Kritik, weil durch die trockene Wetterlage viel Staub ausgestoßen wurde. Das Unternehmen zeigt uns heute, dass es viel Arbeit in einen guten Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern steckt. Industrie muss den Anwohner erklären, was hinter den Werkstoren vor sich geht und gerade auch für kritische Bürger Frage und Antwort stehen.
Wichtige Verbesserungen für die Menschen im Ruhrgebiet sind aber nicht nur auf dem Arbeitsmarkt notwendig. Wir haben viel in das Ruhrgebiet investiert, aber die Lebensqualität ist in manchen Stadtteilen der Region dadurch nicht gestiegen. Hier ist häufig die Infrastruktur marode. Außerdem fehlt seit langem der große Wurf im Bereich Verkehr und ÖPNV. Dass Bus- und Bahnlinien häufig an der Stadtgrenze enden, entspricht nicht der Lebensrealität der Menschen in unserer Region.
Zusammen erreicht man mehr – das können wir von der Emschergenossenschaft lernen. Deshalb haben wir mit Ulrich Paetzel über die Möglichkeiten einer Infrastrukturgesellschaft für die Region diskutiert. Es wäre wichtig, dass auch das Land einen Anreiz für Zusammenarbeit setzt. Es sollte mehr Geld für die Infrastruktur in der Region bereitstellen – dafür müssen dann aber alle Städte an einem Strang ziehen."
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