Bezahlbare Mieten, statt Wohnungsangst in NRW: Zukunftskonferenz der SPD-Fraktion diskutiert, wie das gelingt

Fast jede und jeder Zweite in NRW hat Sorge, sich die Kosten für eine Wohnung oder ein Haus künftig nicht mehr leisten zu können. Das zeigt unsere repräsentative Umfrage. „Das ist alarmierend und macht deutlich: Der Zustand des Wohnungsmarkts in NRW ist katastrophal“, sagt Christian Dahm, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag. Auf unserer Zukunftskonferenz haben wir über Verbesserungen diskutiert.

von SPD-Fraktion, .
4. November 2021,

Fast jede und jeder Zweite in NRW hat Sorge, sich die Kosten für eine Wohnung oder ein Haus künftig nicht mehr leisten zu können. Das zeigt eine repräsentative Umfrage, die das Meinungsforschungsinstituts Civey für uns durchgeführt hat. „Das ist alarmierend und macht deutlich: Der Zustand des Wohnungsmarkts in NRW ist katastrophal“, sagt Christian Dahm, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag.

Dieser katastrophale Zustand war Thema bei unserer Zukunftskonferenz „#Von GrundAufFair“ im Plenarsaal des Düsseldorfer Landtags. Mit Fachleuten und Gästen haben wir diskutiert, wie eine bessere Wohnungspolitik für NRW möglich ist. Wir wollen die Herausforderungen angehen. „Denn 10 Millionen Mieterinnen und Mieter in NRW haben beste Unterstützung verdient“, sagt Andreas Becker, wohnungsbaupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW: „Auch unsere Umfrage spricht dafür eine ganz klare Sprache.“

84,7 Prozent der Befragten fordern, dass die Landesregierung mehr in bezahlbares Wohnen investiert. „Das wollen wir auch. Pro Jahr wollen wir dafür 100.000 neue Wohnungen bauen, davon 25.000 mietpreisgebundene“, sagt Christian Dahm. Zudem wollen 66,7 Prozent, einen gestärkten Mieterschutz, damit die Mieten nicht weiter steigen.

Die Missstände des Mietmarkts lassen sich an diesen Zahlen ablesen – und an konkreten Schicksalen. Mit diesen hat sich Schauspielerin Berit Künnecke für den Tatort „Die dritte Haut“ intensiv befasst. Darin spielt sie eine junge Frau, die die Brutalität des Mietmarkts zu spüren bekommt. Eindrucksvoll schildert Künnecke auf der Zukunftskonferenz ihre Recherchen für ihre Rolle und die Gefühlswelt, die sie kennengelernt hat. „Man selbst gerät in eine Existenzangst. Es raubt einem die Kraft und die Perspektive“, sagt Künnecke.

Was lässt sich also tun gegen Wohnungsangst? „Wir brauchen Wohnungen, mit denen man nicht Gewinn machen will. Diese Wohnungen müssen wir schaffen“, sagt Dr. Michael Spörke, Leiter Sozialpolitik und Kommunales beim NRW-Landesverband des Sozialverbands Deutschland.

Hans-Jochem Witzke, Vorsitzender des NRW-Landesverbandes des Deutschen Mieterbundes, wirbt für starken Mieterschutz. Die Landesregierung nutzt bundesrechtliche Möglichkeiten in diesem Bereich bei weitem nicht aus. Darunter leiden Mieterinnen und Mieter, obwohl bessere Unterstützung für sie möglich wäre. „Die besten Schutzrechte bringen nichts, wenn man diese nicht zur Anwendung bringt“, sagt Witzke.

Um Klimaschutzziele zu erreichen, ist es wichtig Gebäude umweltfreundlich zu sanieren. Alexander Rychter, Verbandsdirektor des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen, wirbt dafür, das möglich zu machen. „Dass Menschen Angst haben vor einer energetischen Sanierung, darf nicht sein. Wir dürfen nicht das Modernisieren bei bezahlbaren Preisen vergessen.“

Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen, starker Mieterschutz, energetische Modernisierung fördern – diese Themen greift die SPD-Fraktion in ihrem Leitantrag auf, damit gutes und bezahlbares Wohnen möglich ist.

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